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Für jede Decke die richtige Wahl: Stahlbeton, Holzbalken & Co

Die Decke spielt eine entscheidende Rolle für Raumgefühl und Wohnqualität. doch viele Bauherren schenken ihr nur wenig Aufmerksamkeit. In Abhängigkeit von Bauart und Material stehen unterschiedliche Deckenkonstruktionen zur Wahl: aus Holz, Vollbeton oder Fertigteilen.

In jedem Fall aber muss Decke den Anforderungen an Wärmedämmung und Schallschutz genügen. Doch welche Decke passt am besten zur eigenen Bauweise: Eine aufwendige Ortbetondecke, die kostengünstige Elementdecke aus Stahlbeton oder eine schnell montierte Holzbalkendecke? Eine sorgfältige Auswahl lohnt sich beim Hausbau, denn auch Decken bringen bei Kosten, Montage und Optik Vor- und Nachteile mit sich.

Die Holzbalkendecke: Ökologisch und einfach montiert

Eine Holzbalkendecke ist eine leichte Deckenkonstruktion mit sehr guter Wärmedämmung, die sich einfach montieren lässt. Die Konstruktion setzt sich aus einzelnen Balken – meistens aus Tannen- oder Fichtenholz – zusammen. Vor Ort werden sie ohne Zusatz von wasserhaltigem Beton oder Putz direkt auf den tragenden Wänden montiert. Zur Aussteifung eines Gebäudes tragen die Balken allerdings nur in geringem Maße bei. Somit sind Holzbalkendecken eher für kleinere Bauten geeignet.

Die Elementdecke: Kostengünstig und unkompliziert

Elementdecken oder Halbfertigdecken bestehen aus etwa fünf Zentimeter dickem Stahlbeton. Die einzelnen Platten werden vor Ort zu einer großen Deckenplatte zusammengesetzt und mit Ortbeton miteinander verbunden. Die Konstruktion bietet vor allem praktische und finanzielle Vorteile, da die unkomplizierte Montage dank vorgefertigter Teile Bauzeit spart, die man sonst teuer bezahlen muss. Zudem werden für den Einbau keine zeitaufwändigen Verschalungen oder Stützen benötigt.

Die Ortbetondecke: Aufwendig und massiv

Eine massive Ortbetondecke wird im Gegensatz zur Elementdecke nicht vorgefertigt, sondern erst auf der Baustelle gegossen. Hierfür muss als Begrenzung für den flüssigen Beton eine Schalung mit Stützen erstellt werden. Ist der gegossene Beton verdichtet und ausgehärtet, werden diese wieder entfernt. Dieses aufwendige Verfahren ist zeit- und kostenintensiver als die Verwendung von Betonfertigteilen. Zudem bietet Ortbeton eine relativ schlechte Wärmedämmung. Dafür bringt der Baustoff sehr gute statische und schalldämmende Eigenschaften mit sich.

Die Altbauklassiker: Kappen- und Gewölbedecken

In vielen Kellern gibt es sie noch: Gewölbe- oder Kappendecken. Die tragenden Elemente sind hier Stahlträger, die wiederum auf tragenden Wänden liegen. Zwischen den Stahlbalken sind bei der Kappendecke meist Ziegel vermauert, die für eine bessere Eigentragfähigkeit leicht gewölbt angeordnet sind. Gewölbedecken aus Mauersteinenbesitzen hingegen eine stärkere Wölbung. Damit auch größere Räume ohne Stützen überdeckt werden können, halten Gerüste, Bögen oder Schalen die Gewölbedecke. Plant man im Neubau Gewölbedecken, lassen sich diese in Trockenbauweise und mit massiven Betonelementen ausführen.

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