Warum eine Dachdämmung nicht nur Heizkosten spart

Genauso wie wir im Winter unser Haus gegen Kälte rüsten, können wir im Sommer die eigenen vier Wände vor Überhitzung schützen. Denn: Gerade im unsanierten Altbau kann es im Sommer unterm Dach schnell über 30 Grad heiß werden. Mit einer Dachdämmung setzen Hausbesitzer dem Hitzestau ein Ende. Der Vorteil: Nach der Dachdämmung profitieren die Bewohner im Sommer und Winter von angenehmen Temperaturen im Haus.

KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar Hitzeschutz und Wärmedämmung in einem: Eine Dachdämmung zahlt sich das ganze Jahr über aus. Besonders effektiv ist die Aufsparrendämmung

Sommer, Sonne, Hitzestau! Insbesondere ein nach Süden ausgerichtetes Haus und Dachgeschoss-Wohnungen sind einer hohen Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Die Raumluft erwärmt sich und die Temperaturen im Inneren steigen. Ist das Haus nur unzureichend gedämmt, können auch Rollladen und Co. allein nicht viel gegen ein Aufheizen der Räume ausrichten. Ein Wärmeschutz ist gefragt. Im Dachgeschoss kann ein dauerhaft erträgliches Raumklima nur mit einer Dachdämmung erreicht werden. Dabei schlagen Hausbesitzer mit der Dachdämmung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Wärmedämmung im Winter und Wärmeschutz im Sommer. Das spart bei kalten Temperaturen Heizkosten und im Sommer Strom für zusätzliche Klimageräte oder Ventilatoren – Energieeinsparung und Wohnqualität zu jeder Jahreszeit dank Dachdämmung.

Aufsparrendämmung ist effektivste Form der Dachdämmung

Am effektivsten in Sachen sommerlicher Wärmeschutz ist eine Aufsparrendämmung, bei der die Dämmung von außen auf die Dachkonstruktion aufgebracht wird. Sie lässt die Hitze gar nicht erst in die Dachräume eindringen. Soll das Dach neu ausgebaut werden und die Dacheindeckung ist noch in Ordnung, kommt auch eine Zwischensparrendämmung in Frage. Dabei werden flexible Dämmstoffe von innen zwischen die Sparren geklemmt. Ist die Höhe der Sparren zu klein oder eine dickere Dämmung erwünscht, kann die Zwischensparrendämmung auch mit einer Untersparrendämmung kombiniert werden. Dabei wird eine Lattung quer zu den Sparren angebracht, die entstehenden Zwischenräume füllt wieder lückenlos ein flexibler Dämmstoff. 

Eine Alternative für Dachgeschosse, die nicht ausgebaut sind, ist die Dachbodendämmung. Dafür werden Dämmstoff-Filze, Dämmstoff-Matten oder Dämmplatten auf der obersten Geschossdecke verlegt. Das hält die Hitze des Dachbodens von den bewohnten unteren Etagen des Hauses fern und bietet ausreichenden Wärmeschutz.

Wärmeschutz in der Praxis: Vorgaben und Förderung für die Dachdämmung

Mit einem Wärmeschutz verbessern Hausbesitzer die Energieeffizienz ihres Hauses. Ist eine energetische Sanierung in Planung muss der Hausbesitzer laut Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) einen festgelegten Energiestandard erreichen. Welche Vorgaben das bei der Dachdämmung genau sind, wissen die EUROBAUSTOFF-Energiefachberater.

Einzelne Sanierungsmaßnahmen wie die Dachdämmung unterstützt die KfW mit einer Förderung. Egal ob als sommerlicher Wärmeschutz oder Wärmedämmung für den Winter – mit dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ können Hausbesitzer finanzielle Unterstützung in Form eines Kredites oder Investitionszuschusses für eine Dachdämmung erhalten. Zu beachten ist: Es müssen bestimmte Vorgaben eingehalten werden, insbesondere was Luftdichtigkeit und Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) angeht. Und: Der Antrag auf eine Förderung muss vor Beginn der Dachdämmung bei der KfW eingereicht werden.

Einzelheiten zu geeigneten Dämmstoffen und zur Ausführung der Dachdämmung erläutert Ihnen Ihr regionaler EUROBAUSTOFF-Fachhändler. Er empfiehlt bei Bedarf auch gern einen qualifizierten Handwerker für die Sanierung.